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Thrombose vorbeugen: Maßnahmen, Risiken und Warnzeichen

Thrombose vorbeugen bedeutet, das persönliche Risiko für ein Blutgerinnsel zu erkennen und passende Maßnahmen dagegen einzusetzen. Besonders wichtig sind Bewegung und eine möglichst frühe sichere Mobilisation. Bei erhöhtem Risiko können zusätzlich physikalische Maßnahmen wie medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe oder ärztlich verordnete gerinnungshemmende Medikamente notwendig sein.

Welche Thromboseprophylaxe sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab. Nach Operationen, bei längerer Bettlägerigkeit, schweren Erkrankungen, Ruhigstellung eines Beins oder nach einer früheren Thrombose kann das Risiko deutlich höher sein als bei einem mobilen Menschen ohne zusätzliche Risikofaktoren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Frühmobilisation, Bewegung und geeignete Eigenübungen gehören zu den wichtigsten Basismaßnahmen der Thromboseprophylaxe.
  • Physikalische Maßnahmen wie medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe und eine medikamentöse Prophylaxe kommen abhängig vom individuellen Risiko hinzu.
  • Eine Thrombose wird begünstigt, wenn der Blutfluss verlangsamt ist, eine Gefäßwand geschädigt wurde oder die Gerinnungsneigung erhöht ist.
  • Warnzeichen einer tiefen Venenthrombose können einseitige Schwellung, Schmerzen, Spannungsgefühl, Wärme und eine auffällige Verfärbung des Beins sein.
  • Bei Verdacht auf eine Thrombose das betroffene Bein nicht kräftig massieren oder ausstreichen, sondern medizinisch abklären lassen.
  • Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, Kreislaufkollaps oder Bewusstseinsstörungen können auf eine Lungenembolie hinweisen und sind ein medizinischer Notfall.

Was ist eine Thrombose?

Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß teilweise oder vollständig verschließen kann. Besonders häufig sind die tiefen Venen der Beine betroffen. Fachleute sprechen dann von einer tiefen Venenthrombose, kurz TVT.

Gefährlich kann eine tiefe Venenthrombose werden, wenn sich Teile des Gerinnsels lösen und mit dem Blutstrom in die Lunge gelangen. Dort können sie ein Gefäß verschließen und eine Lungenembolie auslösen.

Die Thromboseprophylaxe gehört deshalb zu den wichtigen vorbeugenden Maßnahmen in der Pflege. Einen Überblick über weitere Bereiche finden Sie im Ratgeber zu den Prophylaxen in der Pflege.

Warum entsteht eine Thrombose? Die Virchow-Trias

Die sogenannte Virchow-Trias beschreibt drei grundlegende Veränderungen, die die Entstehung einer Thrombose begünstigen können. Sie hilft auch zu verstehen, warum Immobilität, Operationen oder bestimmte Erkrankungen das Risiko erhöhen.

Mechanismus Was bedeutet das? Typische Beispiele
Verlangsamter Blutfluss Das Blut fließt langsamer durch die Venen. Bettlägerigkeit, langes Sitzen, Ruhigstellung oder stark eingeschränkte Mobilität
Schädigung der Gefäßwand Eine verletzte oder veränderte Gefäßwand kann die Gerinnung begünstigen. Operationen, größere Verletzungen oder medizinische Eingriffe
Erhöhte Gerinnungsneigung Das Blut neigt stärker zur Bildung eines Gerinnsels. bestimmte Erkrankungen, Krebserkrankungen, hormonelle Faktoren oder Gerinnungsstörungen

Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen. Deshalb wird die notwendige Thromboseprophylaxe nicht allein anhand des Alters oder der Beweglichkeit bestimmt, sondern nach dem gesamten Risiko.

Wer hat ein erhöhtes Thromboserisiko?

Ein erhöhtes Risiko kann vorübergehend oder dauerhaft bestehen. Besonders relevant wird es, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig vorliegen.

  • eine frühere Thrombose oder Lungenembolie,
  • längere Immobilität oder Bettlägerigkeit,
  • größere Operationen oder schwere Verletzungen,
  • Ruhigstellung eines Beins durch Gips oder Schiene,
  • Krebserkrankungen und bestimmte Krebsbehandlungen,
  • ausgeprägte Krampfadern,
  • bestimmte Herz- und Gefäßerkrankungen,
  • starkes Übergewicht,
  • Rauchen,
  • bestimmte hormonelle Behandlungen,
  • Schwangerschaft und Wochenbett,
  • angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen.

Auch höheres Lebensalter ist mit einem steigenden Thromboserisiko verbunden. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass Kompressionsstrümpfe oder gerinnungshemmende Medikamente erforderlich sind. Die passende Prophylaxe richtet sich nach dem individuellen Thrombose- und Blutungsrisiko.

Welche Symptome können auf eine Thrombose hinweisen?

Eine tiefe Venenthrombose verursacht nicht immer eindeutige Beschwerden. Typische Veränderungen treten jedoch häufig nur an einem Bein auf.

  • neu auftretende einseitige Schwellung,
  • Schmerzen oder Druckempfindlichkeit im Bein,
  • Spannungsgefühl,
  • auffällig warme Haut,
  • Rötung oder eine andere auffällige Hautverfärbung,
  • ungewohnte Beschwerden in Wade, Oberschenkel oder Hüfte.

Diese Beschwerden beweisen keine Thrombose. Auch andere Erkrankungen können ähnliche Symptome verursachen. Eine sichere Diagnose ist zu Hause deshalb nicht möglich und erfolgt medizinisch, häufig mithilfe einer Ultraschalluntersuchung.

Bei Verdacht auf Thrombose:

Eine neu auftretende einseitige Schwellung mit Schmerzen, Wärme oder deutlicher Verfärbung sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Versuchen Sie nicht, ein möglicherweise betroffenes Bein durch kräftiges Massieren oder Ausstreichen selbst zu behandeln.

Lungenembolie: Bei diesen Warnzeichen sofort 112 wählen

Eine Lungenembolie kann entstehen, wenn sich ein Teil eines Blutgerinnsels löst und ein Gefäß in der Lunge verschließt. Sie kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.

  • plötzlich auftretende starke Atemnot,
  • akute Brustschmerzen,
  • Kreislaufkollaps oder Bewusstseinsverlust,
  • eine schwere plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands,
  • ungewöhnlich schneller Puls zusammen mit Atemnot oder Brustbeschwerden.

Bei solchen akuten Beschwerden sollte sofort der Notruf 112 verständigt werden.

Die 3 Säulen der Thromboseprophylaxe

Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe lassen sich in drei Bereiche einteilen: Basismaßnahmen, physikalische Maßnahmen und medikamentöse Prophylaxe. Welche davon notwendig sind, richtet sich nach dem individuellen Risiko.

Bereich Typische Maßnahmen Einordnung
Basismaßnahmen Frühmobilisation, Bewegung, Eigenübungen und individuell angepasste Flüssigkeitszufuhr an Mobilität, Erkrankungen und vorhandene Einschränkungen anpassen
Physikalische Maßnahmen medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe oder intermittierende pneumatische Kompression gezielt nach Risikosituation und möglichen Gegenanzeigen einsetzen
Medikamentöse Prophylaxe gerinnungshemmende Medikamente ärztlich verordnen und an Thrombose- sowie Blutungsrisiko anpassen

Basismaßnahmen und physikalische Maßnahmen ersetzen keine medizinisch notwendige medikamentöse VTE-Prophylaxe. Umgekehrt benötigt auch nicht jeder Mensch mit eingeschränkter Mobilität automatisch Gerinnungshemmer oder Kompression.

1. Frühmobilisation und Bewegung

Bewegung gehört zu den wichtigsten Basismaßnahmen der Thromboseprophylaxe. Beim Gehen und bei aktiven Beinbewegungen spannt sich die Wadenmuskulatur an und unterstützt den Rücktransport des venösen Blutes zum Herzen. Diese sogenannte Muskelpumpe hilft, einen Blutstau in den Beinen zu vermindern.

Nach einer Operation oder Erkrankung bedeutet Frühmobilisation nicht, sich gegen ärztliche Vorgaben möglichst viel zu bewegen. Die Aktivität muss zum Heilungsverlauf und zur erlaubten Belastung passen.

Einfache Übungen zur Thromboseprophylaxe

Wenn normales Gehen noch nicht möglich ist und keine medizinischen Gründe dagegensprechen, können einfache Bewegungen der Füße und Beine die Muskelpumpe aktivieren:

  • Fußspitzen zum Körper ziehen und wieder strecken,
  • Füße abwechselnd auf und ab bewegen,
  • Fußgelenke langsam kreisen,
  • Beine im erlaubten Bewegungsumfang aktiv bewegen.

Bei Schmerzen, einer frischen Operation, Verletzungen oder einer angeordneten Ruhigstellung sollte vorher geklärt sein, welche Bewegungen erlaubt sind.

Wie viel Bewegung ist nötig, um einer Thrombose vorzubeugen?

Eine allgemeingültige Zahl an Minuten, Schritten oder Wiederholungen gibt es nicht. Nach einer Operation richtet sich die Mobilisation nach dem Eingriff, der erlaubten Belastung und dem individuellen Gesundheitszustand. Sinnvoller als eine starre Vorgabe ist es, unnötig lange Phasen ohne Bewegung zu vermeiden und erlaubte Aktivität regelmäßig über den Tag zu verteilen.

2. Kompression: Wann sind Thrombosestrümpfe sinnvoll?

Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe können den venösen Rückfluss unterstützen. Die aktuelle S3-Leitlinie zählt sie zusammen mit der intermittierenden pneumatischen Kompression zu den physikalischen Maßnahmen der VTE-Prophylaxe.

Sie sind aber keine pauschale Standardlösung für jeden älteren oder pflegebedürftigen Menschen. Ob eine physikalische Kompression sinnvoll ist, hängt vom individuellen Risiko, einer eventuell notwendigen medikamentösen Prophylaxe und möglichen Gegenanzeigen ab.

Bestimmte Durchblutungsstörungen und Wunden können die Anwendung physikalischer Kompressionsverfahren einschränken. Deshalb sollte die geeignete Strumpfart beziehungsweise Kompressionsmaßnahme fachlich festgelegt werden.

Praktische Hinweise zum Anziehen verordneter Strümpfe finden Sie in unserem Ratgeber Kompressionsstrümpfe richtig anziehen.

3. Medikamentöse Thromboseprophylaxe

Bei ausreichend hohem VTE-Risiko können gerinnungshemmende Medikamente notwendig sein. Das kann beispielsweise nach bestimmten Operationen, bei schweren Erkrankungen oder längerer Immobilität der Fall sein.

Welche Substanz eingesetzt wird, in welcher Dosis und wie lange die Prophylaxe erfolgt, hängt von der medizinischen Situation und auch vom individuellen Blutungsrisiko ab. Gerinnungshemmer dürfen nicht eigenmächtig begonnen, verändert oder abgesetzt werden.

Umgangssprachlich wird häufig von einer „Thrombosespritze“ gesprochen. Je nach Situation können Gerinnungshemmer jedoch gespritzt oder in Tablettenform eingesetzt werden. Die Auswahl erfolgt ärztlich.

Thrombose vorbeugen bei Bettlägerigkeit

Bei ausgeprägter Immobilität ist die Muskelpumpe der Beine weniger aktiv. Das Blut kann dadurch langsamer durch die Venen zurückfließen. Deshalb sollte geprüft werden, welche Eigenbewegung noch möglich ist und welche Mobilisation sicher unterstützt werden kann.

Bettlägerigkeit bedeutet nicht zwangsläufig vollständige Bewegungslosigkeit. Manche Menschen können Füße und Beine noch aktiv bewegen, ihre Position verändern oder zeitweise aufrecht sitzen. Welche Aktivitäten sinnvoll sind, richtet sich nach Erkrankungen, Schmerzen und medizinischen Vorgaben.

Mehr zu Ursachen, Folgen und Unterstützung bei ausgeprägter Immobilität finden Sie in unserem Ratgeber zur Bettlägerigkeit.

Thrombose vorbeugen nach Operation oder Ruhigstellung

Nach größeren Operationen oder wenn ein Bein durch Gips oder Schiene ruhiggestellt wird, kann das Thromboserisiko vorübergehend steigen. Dann wird medizinisch entschieden, ob neben der erlaubten Mobilisation zusätzlich eine medikamentöse Prophylaxe erforderlich ist.

Ein operiertes oder verletztes Körperteil darf nicht entgegen ärztlicher Vorgaben belastet werden. Gleichzeitig sollte unnötige vollständige Immobilität möglichst vermieden werden. Deshalb ist wichtig zu wissen, welche Bewegungen erlaubt sind und welche vorübergehend nicht durchgeführt werden dürfen.

Thrombose auf längeren Reisen vorbeugen

Langes Sitzen auf Flug-, Auto- oder Busreisen kann das Risiko einer tiefen Venenthrombose erhöhen. Für gesunde Reisende ist eine Reisethrombose insgesamt selten. Bei vorhandenen Risikofaktoren kann eine individuelle ärztliche Einschätzung sinnvoll sein.

  • bei längeren Auto- oder Busfahrten regelmäßige Bewegungspausen einlegen,
  • im Sitzen Füße und Beine immer wieder bewegen,
  • stundenlanges regungsloses Sitzen vermeiden,
  • auf eine individuell angemessene Flüssigkeitszufuhr achten, sofern keine medizinische Begrenzung besteht.

Kompressionsstrümpfe sind bei Reisen vor allem für Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko relevant. Allein eine lange Reise bedeutet nicht automatisch, dass sie notwendig sind.

Warum werden die Beine zur Thromboseprophylaxe nicht ausgestrichen?

Das früher verbreitete kräftige Ausstreichen oder Massieren der Beine gehört nicht zu den zentralen Basis- oder physikalischen Maßnahmen der aktuellen VTE-Prophylaxe. Im Vordergrund stehen Frühmobilisation und Bewegungsübungen sowie bei entsprechender Indikation geeignete Kompressionsverfahren und Medikamente.

Besonders wichtig ist diese Abgrenzung bei neuen Beschwerden: Ein einseitig geschwollenes, schmerzendes, warmes oder auffällig verfärbtes Bein sollte nicht kräftig massiert werden. Eine mögliche Thrombose muss medizinisch abgeklärt werden.

Thromboseprophylaxe in der Pflegeplanung

Besteht ein erhöhtes Thromboserisiko, kann die Prophylaxe Teil der individuellen Pflegeplanung sein. Dabei werden Risiken, vorhandene Fähigkeiten, vereinbarte Maßnahmen und Beobachtungen auf die konkrete Person abgestimmt.

Bereich Beispiel
Risiko eingeschränkte Mobilität, frühere Thrombose, Operation oder weitere Risikofaktoren
Fähigkeiten Kann die Person selbst aufstehen, gehen oder Fuß- und Beinbewegungen durchführen?
Maßnahmen vereinbarte Mobilisation und gegebenenfalls medizinisch festgelegte physikalische oder medikamentöse Prophylaxe
Beobachtung Veränderungen an den Beinen, Schmerzen, Mobilität und neue Beschwerden erkennen und weitergeben
Evaluation Prüfen, ob Maßnahmen durchgeführt werden können und ob sich Risiko, Mobilität oder Gesundheitszustand verändert haben

Wie Pflegeziele, Maßnahmen und Evaluation grundsätzlich aufgebaut werden, erklärt unser Ratgeber zur Pflegeplanung.

Was Angehörige im Pflegealltag unterstützen können

Angehörige können helfen, dass erlaubte Bewegung und vereinbarte Maßnahmen im Alltag regelmäßig stattfinden. Dazu gehören sichere kurze Wege, Erinnerungen an geeignete Eigenübungen, Unterstützung bei der Tagesstruktur und das Weitergeben auffälliger Veränderungen.

Medizinische Maßnahmen müssen davon klar getrennt werden. Ob Kompression oder Gerinnungshemmung notwendig sind, wird nicht von Angehörigen oder Betreuungskräften allein entschieden.

Wenn im Alltag dauerhaft Unterstützung benötigt wird

Wenn Angehörige die tägliche Unterstützung bei Mahlzeiten, Haushalt, Tagesstruktur und sicherer Alltagsmobilität nicht mehr allein abdecken können, können Betreuungskräfte aus Osteuropa den Alltag ergänzen. Medizinische Thromboseprophylaxe und Behandlung bleiben bei den zuständigen Fachpersonen.

Fazit: Thromboseprophylaxe richtet sich nach dem persönlichen Risiko

Wer einer Thrombose vorbeugen möchte, sollte nicht nur an Kompressionsstrümpfe denken. Frühmobilisation, Bewegung und geeignete Eigenübungen bilden wichtige Basismaßnahmen. Je nach persönlichem Risiko kommen physikalische Verfahren und eine ärztlich verordnete medikamentöse Prophylaxe hinzu.

Ebenso wichtig ist es, Warnzeichen zu kennen. Eine neue einseitige Schwellung, Schmerzen, Wärme oder deutliche Verfärbung eines Beins sollten medizinisch abgeklärt werden. Plötzlich auftretende Atemnot oder Brustschmerzen können auf eine Lungenembolie hinweisen und sind ein Notfall.

Fachliche Grundlagen

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Wenn neben professioneller Pflege täglich Unterstützung bei Mobilität, Mahlzeiten, Haushalt und Tagesstruktur erforderlich ist, informieren wir Sie über Möglichkeiten einer häuslichen Betreuung.

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Häufige Fragen zur Thromboseprophylaxe

Was sind die wichtigsten Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe?

Zu den Basismaßnahmen gehören Frühmobilisation, Bewegung und geeignete Eigenübungen. Abhängig vom individuellen Risiko können zusätzlich physikalische Maßnahmen wie medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe oder eine ärztlich verordnete medikamentöse Prophylaxe erforderlich sein.

Was sind die drei Säulen der Thromboseprophylaxe?

Man unterscheidet Basismaßnahmen, physikalische Maßnahmen und medikamentöse Maßnahmen. Welche Kombination erforderlich ist, richtet sich nach dem individuellen Thrombose- und Blutungsrisiko.

Welche Übungen eignen sich zur Thromboseprophylaxe?

Wenn medizinisch nichts dagegenspricht, können regelmäßiges Gehen sowie einfache Fuß- und Beinbewegungen die Muskelpumpe aktivieren. Nach Operationen, Verletzungen oder bei Schmerzen sollte vorher geklärt werden, welche Bewegungen erlaubt sind.

Wie viel Bewegung braucht man nach einer Operation?

Eine allgemeine Zahl an Minuten oder Schritten gibt es nicht. Die Mobilisation richtet sich nach der Operation, dem Heilungsverlauf und der erlaubten Belastung. Wichtig ist, unnötig lange Immobilität zu vermeiden und die freigegebene Bewegung regelmäßig umzusetzen.

Sind Kompressionsstrümpfe immer zur Thromboseprophylaxe nötig?

Nein. Ob eine physikalische Kompression sinnvoll ist, hängt vom individuellen Risiko, möglichen Gegenanzeigen und einer eventuell notwendigen medikamentösen Prophylaxe ab.

Warum soll man die Beine nicht zur Thromboseprophylaxe ausstreichen?

Das kräftige Ausstreichen der Beine gehört nicht zu den zentralen Basis- oder physikalischen Maßnahmen der aktuellen VTE-Prophylaxe. Bei einem neu geschwollenen oder schmerzenden Bein sollte nicht massiert, sondern eine mögliche Thrombose medizinisch abgeklärt werden.

Wie kann man bei Bettlägerigkeit einer Thrombose vorbeugen?

Auch bei Bettlägerigkeit wird geprüft, welche Eigenbewegung und Mobilisation noch möglich ist. Je nach Risiko können zusätzlich medizinisch festgelegte physikalische oder medikamentöse Maßnahmen notwendig sein.

Wie erkennt man eine mögliche Thrombose im Bein?

Warnzeichen können eine neu auftretende einseitige Schwellung, Schmerzen, Spannungsgefühl, Wärme und eine auffällige Hautverfärbung sein. Eine sichere Diagnose kann aber nur medizinisch gestellt werden.

Wann ist eine Thrombose ein Notfall?

Eine vermutete tiefe Venenthrombose sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Treten plötzlich starke Atemnot, Brustschmerzen, Kreislaufkollaps oder Bewusstseinsstörungen auf, besteht der Verdacht auf eine Lungenembolie und der Notruf 112 sollte sofort verständigt werden.

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